Anke Harloff und Dr. Edith Müller werden verabschiedet

(jm) Zwei Persönlichkeiten und zwei Gesichter unserer Schule, die im Gedächtnis bleiben. Anke Harloff und Dr. Edith Müller stehen vor ihrem nächsten Lebensabschnitt, in dem das Private im Vordergrund steht und nicht mehr die pädagogische Arbeit. Beide Kolleginnen sind das, was eine Schule besonders macht, sie sind Menschen, die einfühlsam, freundlich, respektvoll wie auch kompetent immer dem Gegenüber ihr Ohr geschenkt haben. Ihre Arbeit an der Adolf-Reichwein-Schule war nicht nur prägend für die Generationen von Schülerinnen und Schüler, sie war auch besonders für die Kolleginnen und Kollegen. Ob durch Engagement im Personalrat oder in der Schulleitung. Ihr Wirken war stilbildend, weil sie die Schule zu einem fairen und lebensoffenen Platz gemacht haben. Dies haben alle jungen Menschen erlebt, die den beiden anvertraut waren. Und wertgeschätzt haben dies alle aus Kollegium, die Rat oder Hilfe suchten.

Anke Harloff und Dr. Edith Müller machen nach Jahrzehnten an der ARS den verdienten Schritt in den Ruhestand. Verdient, weil sie als Lehrerinnen das Klima an der Schule immer zum Guten gefördert haben. Ein angenehmes Klima versteht sich immer als ein achtsames Miteinander. Und hierfür standen und stehen Anke Harloff und Dr. Edith Müller. Bei ihrer Arbeit als Lehrerin wussten sie, Lehren ist die Arbeit mit Menschen. Und ganz wichtig, es ist Arbeit für den Menschen. Dieser positive Geist durchdrang ihr tägliches Schaffen an der ARS.

Anke Harloff zeigte durch ihre einfühlsame Nähe zu den Schülerinnen und Schülern, dass sie willkommen sind an der ARS. Und dies seit 1985, als Anke Harloff an der Adolf-Reichwein-Schule ihre pädagogische Arbeit begann. Ausgebildet als Ökotrophologin mit Referendariat an der Berufsschule in Nidda wechselte sie Richtung Norden nach Limburg. Hier fand sie ihre pädagogische Heimat. Das gute Verhältnis zu den Schülerinnen und Schülern war nur möglich, weil Anke Harloff viel Vertrauen und Toleranz mitbringt, immer offfen ist für das, was junge Menschen bewegt. Hier half nicht nur ihre sonderpädagogische Zusatzausbildung sondern vielmehr ihr Herz an der richtigen Stelle. Die Sozialassistenten und die Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule konnten persönlich erfahren, was ein gutes Schulklima ist: sie konnten jederzeit Anke Harloff ansprechen und waren stets akzeptiert. Schulleiter Ralf Abel würdigte diese Grundeingeschaften von Anke Harloff in seiner Dankesrede zur Verabschiedung als die "immer freundliche und ausgeglichen Art, die stete Bereitschaft zu helfen und die natürliche Kraft, andere Wert zu schätzen."  Für dieses große menschliche und kompetente Engagement bedankte sich Schulleiter Ralf Abel ganz besonders. "Beispielhaft für den Einsatz an der ARS war das Auto von Anke Harloff. Es stand in all den Jahren morgens mit als erstes Auto auf dem Parkplatz unserer Schule. Um 7 Uhr war Anke Harloff schon in der Schule, um den pädagogischen Tag zu beginnen. Anke Harloff  prägte über Jahre hinweg den Personalrat und den Gesamtpersonalrat mit ihrer positiven pädagogischen Grundhaltung, in dem das Zwischenmenschliche ein Grundfaktor des Miteinanders ist. Für Schulleiter Ralf Abel war Anke Harloff eine Vollblutpädagogin und in schwierigen Zeiten immer eine Krisenmagerin mit Herz und Verstand.

1981 begann Dr. Edith Müller ihre Arbeit an der Adolf-Reichwein-Schule. Über viele Jahrzehnte hat sie als engagierte Lehrerin junge Menschen gefördert in ihrem schulischen Werdegang. Ihr war und ist es wichtig, ihre Schülerinnen und Schüler stets fair und freundlich zu begegnen. Diese Wertschätzung machte Dr. Edith Müller zu einer gefragten Person, wenn schulische Lebensläufe einen neuen Schwung brauchten. Viele Schülerinnen und Schüler suchten den Rat von Dr. Edith Müller, weil sie wussten, ihre Erfahrung und ihr Wisssen macht das Fortkommen an der Schule leichter, klarer und übersichtlicher. Ob in der Berufsfachschule, bei den Caterern in der Fachschule für Wirtschaft oder im Gymnasium, wenn es um die Themen Ernährung, Gesundheit und Biologie geht, hilft der Ratschlag von Dr. Edith Müller. Schulleiter Ralf Abel sah bei seiner Dankesrede diese Kompetenz, nämlich Wissen kompetent und menschlich weiterzugeben, persönlich begründet in der Vielseitigkeit, die Dr. Edith Müller innewohnt. Sie hat sich für viele interne Aufgaben in der Schule interessiert, zahlreiche Fortbildungen besucht und ihre pädagogische Arbeit mit den jungen Menschen immer "up to date" gestaltet. "Ihre ruhige und besonnene Art", so Ralf Abel, "wie auch ihr Gespür für den Umgang mit den Menschen machten Dr. Edith Müller zu einer Lehrkraft mit besonderem Esprit". Von 2007 an war Dr. Edith Müller Teil der Schulleitung. Als Abteilungsleiterin für das Berufliche Gymnasium konnte sie ihr Fachwissen wie auch ihre persönliche Kompetenz einbringen. "Ihre entwaffnende und authentische Art habe ich bei ihr als stellvetretende Schulleiterin immer geschätzt" ergänzte Ralf Abel in der Dankesrede, "denn Dr. Edith Müller war für alle an der ARS eine Person des Vetrauens."

Mit Anke Harloff und Dr. Edith Müller verabschieden sich zwei Persönlichkeiten von der ARS, die das Bild der Schule und das Leben in der Schule stets gefördert haben. Ein großes Dankeschön an diese beiden Kolleginnen begleitet mit dem Wunsch, ihr natürliches Engagement auch weiterhin, jenseits der Schule, zu pflegen.

Update: 25.06.24

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Admins: J. Benner, M. Englisch