„GenussManufakTOUR“ – Nicht nur Studenten zieht es ins Ausland

Mit einem saloppen Rückblick und einem hoffnungsvollen Ausblick endete am Mittwoch, dem 24.03.2023 das erste Austauschprojekt der Auszubildenden aus dem Nahrungs- und Gastgewerbe im Schulrestaurant unserer Adolf-Reichwein-Schule.

Gefeiert wurde die vorläufig letzte Etappe des gelungenen deutsch-französischen Austausch-Projektes „GenussManufakTOUR“, zu der 14 französische Auszubildende des CFA-La Palme und ihre beiden Betreuer aus dem südfranzösischen Städtchen Agen für zwei Wochen (12.-25.03.2023) nach Limburg reisten, um in der ARS und den ortsansässigen Bäckereien, Metzgereien, Restaurants- und Hotels fachpraktische Kenntnisse auszutauschen. Zuvor waren mit erheblicher Unterstützung des deutsch-französischen Jugendwerkes im Oktober letzten Jahres neun deutsche Auszubildende zu einer beruflichen Qualifizierung in das malerische Städtchen Agen an der Garonne gereist.
Sämtliche an diesem Tag angebotene kleine Speisen und regionale Leckereien wurden von den deutschen und französischen Lehrlingen im Unterricht hergestellt. Von den kulinarischen Köstlichkeiten waren sämtliche Gäste begeistert.

Mit bei der Verabschiedung dabei und von Schulleiter OStD Ralf Abel begrüßt waren Limburgs Bürgermeister Dr. Marius Hahn (SPD), Mitglieder der Kreishandwerkerschaft sowie der Industrie- und Handelskammer, Frau Golinski und der Vorsitzende des Berufsbildungsausschusses Herr A. Güth (DeHoGa). In geselliger Runde und z.T. „mit Händen und Füßen“ tauschten die Gastbetriebe und die deutschen und französischen Auszubildende ihre vielfältigen Erfahrungen aus. Ausschließlich positives Feedback gaben Herr Peter Krekel, Obermeister der Bäckerinnung, der ebenfalls einen französischen Bäcker beschäftigte, Michael Sabel (Bäckerei Sabel), Marina Lanois von Jungs Backstube, Britta Roth (Bäckerei Roth), Gina Heck (Bäckerei Heck) und Bäckerei Nordhofen sowie Ingo Bergmann (Schäfer Dein Bäcker GmbH). Auch der Obermeister der Metzger Innung, Herr Dietmar Laux arbeitete und lachte viel mit seinem französischen „Gastarbeiter“. Ähnliche positive Erfahrungen machten die Metzgereien Will und Lemke. Seitens des Hotel- und Gaststättengewerbes waren das Landhaus Schaaf, das Georgs, das Sterne-Restaurant 360° sowie das Dom-Hotel weitere Kooperationsbetriebe für die französischen Auszubildenden. Alle waren sich einig, dass mit europäischen Austauschprogrammen wie diesen, die Ausbildung im Nahrungsgewerbe deutlich an Attraktivität gewinnt.

Die Lehrkräfte der Adolf-Reichwein-Schule organisierten in dieser Zeit für ihre Auszubildenden und französischen Gäste spannende Exkursionen nach Hachenburg, Gaudernbach, Thalheim, Niederwallmenach und fuhren sogar bis nach Bingen (CSM) an den Rhein, um theoretische Inhalte mit praktischen Erfahrungen zu verzahnen. So wurden an diesen Tagen ein Schlachthof und ein Wursthersteller besucht, eine Brauerei besichtigt sowie eine Straußenfarm und ein Weltkonzern der Backbranche inspiziert.

Eine große Hürde gab es zuvor für die Organisatoren des Austausches zu nehmen: So mussten für 14 französische Auszubildende in Absprache mit den Kooperationsbetrieben individuelle Arbeitspläne erstellt und auf die Fahrzeiten der öffentlichen Verkehrsmittel abgestimmt werden. Damit die Bäcker- und Metzgerlehrlinge sehr zeitig ihre Betriebe erreichen konnten, wurde sogar ein Fahrdienst (Herr K.-J. Schneider) organisiert. Nach zahlreichen Telefonaten gelang es Herrn Narewski, 6 Fahrräder, die z.T. nicht mehr fahrtauglich dafür aber kostenlos waren, zu organisieren. Reparaturen wurden erfolgreich vorgenommen und zuletzt auch noch Fahrradschlösser besorgt. Dann lief alles „rund“. Die Velos stehen den Gästen und Schülern unserer Schule für das nächste Azubi-Austausch-Projekt zur Verfügung. Vielleicht schon in 2024?

Update: 13.06.24

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