Verkehrspräventionstag an der ARS

Am Donnerstag, 13.06.2024 nahmen die Fachoberschule und die elften Klassen des Beruflichen Gymnasium an einem Verkehrspräventionstag teil. Unter dem Motto „Crash Kurs - Realität erfahren. Echt hart.“ bot die Polizei Hessen eine Veranstaltung an, die das Ziel verfolgte, schwere Verkehrsunfälle mit jungen Fahrerinnen und Fahrern zu verringern. Denn Tatsache ist, dass jugendliche Fahrerinnen und Fahrer überproportional an Verkehrsunfällen mit oder ohne Personenschaden beteiligt sind. Auch wenn die Unfallzahlen mit schweren Folgen seit vielen Jahren rückläufig sind, ist jedes Opfer eines zu viel.

Der erste Teil der Veranstaltung bestand aus einer Vortragsreihe, die inhaltlich der Rettungskette folgte. Polizeioberkommissar Kunzmann erzählte anschaulich von verschiedenen Unfällen mit Jugendlichen. Er beschrieb, wie er an den Unfallstellen die schwerverletzten Jugendlichen vorfand und erläuterte, wie es zu den verheerenden Unfällen kam.
Der Rechtsmediziner Dr. Paulke informierte die Jugendlichen über Rauschmittel, deren Wirkung auf den Körper und die daraus resultierenden Gefahren im Straßenverkehr. Auch er untermauerte seinen Vortrag mit realen Fällen. Herr Neeb, Notarzt aus Weilburg, gestaltete seinen Vortrag sehr anschaulich, indem er viele Fotos von Unfallfahrzeugen und Fotos aus dem Inneren eines Rettungswagens nach Unfalleinsätzen zeigte. Besonders emotional schilderte er, wie er sich als Notarzt bei der Alarmierung fühlt und mit welchen Hürden und Herausforderungen er bei schweren Verkehrsunfällen konfrontiert wird.
 Den Abschluss der Vortragsreihe bildete Hedi Sehr von der Notfallseelsorge. Sie erläuterte den Schülerinnen und Schüler, was die Notfallseelsorge im Rahmen der psychosozialen Notfallversorgung leistet. Am Beispiel eines verstorbenen Mädchens schilderte sie, wie sich ihr Tod auf die Angehörigen, die Schulgemeinschaft, den Freundeskreis, aber auch auf Rettungskräfte, Feuerwehrleute und Polizistinnen und Polizisten auswirkt und wie die Notfallseelsorge in solchen Fällen unterstützen kann.

Im zweiten Teil der Veranstaltung konnten die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden. Auf dem Schulhof baute Polizeihauptkommissarin Barone einen Parkour auf, der mit sogenannten Rauschbrillen, die einen bestimmten Promillewert nach Alkoholkonsum simulieren, durchlaufen werden musste. Außerdem gab es einen Test zur Reaktionsfähigkeit, der im Vergleich mit und ohne Rauschbrille absolviert werden konnte.

Insgesamt war an diesem Tag die emotionale Betroffenheit und das Interesse der Schülerinnen und Schüler durch Nachfragen und Diskussionen deutlich zu spüren und verdeutlichte die Relevanz des Themas, so dass das Team von Schule und Gesundheit auch in den kommenden Schuljahren einen Verkehrspräventionstag für junge Fahrerinnen und Fahrer fest einplant.

Update: 12.07.24

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Admins: J. Benner, M. Englisch